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Weiterbildung mit der Kantonspolizei Bern

Die wichtigste Sicherheitsmassnahme: Verhalten anpassen

 

Wenn es um Sicherheit geht, ist oft der Mensch selbst das grösste Risiko: Markus Friedli von der Fachstelle Sicherheitsberatung der Kantonspolizei Bern gab 150 Geschäftsinhaberinnen und -inhaber und Mitarbeitenden anlässlich einer Weiterbildung von THUNcity wertvolle Tipps.

Für eine Rauchpause die Hintertür des Ladens mit einem Keil blockieren? «Keine gute Idee – und doch treffen wir immer wieder solche Fälle an.» Das sagte Markus Friedli von der Fachstelle Sicherheitsberatung der Kantonspolizei an einer Weiterbildung zum Thema Sicherheit im Hotel Aare in Thun. Rund 150 Personen – Geschäftsinhaberinnen und -inhaber sowie Mitarbeitende – waren auf Einladung von THUNcity gekommen, um sich aus erster Hand über das Thema «Verhalten in ausserordentlichen Situationen – bei Ladendiebstahl, Raubüberfall und Falschgeld» zu informieren.

Friedlis zentrale Botschaft: «Oft ist der Mensch, beziehungsweise falsches Verhalten das grösste Sicherheitsrisiko.» Er forderte sein Publikum auf, sich Gedanken über ein Sicherheitskonzept zu machen: «Die Gefahr, dass jemand einbricht oder stiehlt, ist real: Dessen muss man sich bewusst sein», sagte er.

Seine wichtigsten Tipps:

  • bei sich selber und im Team das Bewusstsein schaffen, dass eine Gefahr existiert
  • ein Sicherheitskonzept – einen umfassenden Plan zum Schutz von Menschen und Werten – erstellen
  • allenfalls technische Massnahmen ergreifen
  • Mitarbeitende regelmässig schulen, damit sie riskantes oder auffälliges Verhalten erkennen
  • Mitarbeitende regelmässig schulen, damit sie sich in einem Ereignisfall richtig verhalten
  • Verdächtige Feststellungen, versuchte oder vollendete Betrugsfälle, Diebstähle etc. umgehend und direkt via Polizeinotruf 117 oder 112 melden. Dies ermöglicht der KAPO zeitnah die notwendigen Massnahmen zu treffen.

«Bewusstes und korrektes Verhalten zu verinnerlichen, ist anspruchsvoll», sagte Friedli, «das ist knochenharte Arbeit.» Und erinnerte daran, dass das Bauchgefühl oft ein guter Ratgeber sei. «Wenn Ihnen das Verhalten einer Person im Laden seltsam vorkommt, melden Sie das Intern weiter und sprechen Sie die Person an oder zeigen Sie Präsenz. Je nach Situation kann es auch angebracht sein, die Polizei zu alarmieren.

Friedli, aber auch die Thuner Gemeinderätin und Polizeivorsteherin Eveline Salzmann riefen die Anwesenden auf, sich bei Schwierigkeiten rasch an die Abteilung Sicherheit der Stadt Thun zu wenden. «Wir können bei Bedarf unkompliziert den Kontakt zur Polizei herstellen, sodass sie eingreifen kann», erklärte Salzmann anhand eines konkreten Beispiels aus der Thuner Innenstadt.

Nützliche Links:
Polizeinotruf (Verdächtige Feststellungen, versuchte oder vollendete Betrugsfälle, Diebstähle etc. umgehend und direkt via Polizeinotruf 117 oder 112 melden. Dies ermöglicht der KAP zeitnah die notwendigen Massnahmen zu treffen.

Bereich Prävention der Kantonspolizei Bern:
www.police.be.ch/praevention
sicherheitsberatung@police.be.ch
markus.friedli@police.be.ch

Abteilung Sicherheit der Stadt Thun:
www.thun.ch/aemter/31250

Infos zum Thema Videoüberwachnung:
www.edoeb.admin.ch/de/videoueberwachung-durch-private

Falschgeld - Banknoten und ihre Sicherheitsmerkmale:
www.snb.ch/de/the-snb/mandates-goals/cash/series-9#securityconcept
youtu.be/IxR0Hb4gd5A



Fotos: photography by janeski.ch
Bildlegende vl.nr.: Ursula Flück-Arbeiter (Geschäftsführerin THUNcity) - Eveline Salzmann (Gemeinderätin Direktion Sicherheit und Soziales) - Yvonne Schediwy (Präsidentin THUNcity und Inhaberin Silberschmiede Schediwy) - Markus Friedli (Fachbereichsleiter Beratung und Projekte Kantonspolizei Bern)